Die offizelle Homepage der TSG Kammerbach 1959 e.V.
Ein Dorf, ein Verein, eine Liebe

Chronik Frauen

Bereits 1976 fand auch eine Gruppe von Frauen Spaß am Spiel mit dem runden Leder. Ohne einen verantwortlichen Trainer trafen sich die Frauen zu einem eigenen, regelmäßigen Training. Es dauerte nicht lange, bis sich eine erste komplette Frauenfußballmannschaft gebildet hatte, die anfangs zunächst begann, sich mit anderen Frauenfußballmannschaften in unregelmäßigen Freundschaftsspielen zu messen.

Im Jahr 1978 etablierte sich die Frauenfußballmannschaft und die Freundschaftsspiele wurden regelmäßig ausgetragen. Gegner zu dieser Zeit waren beispielsweise der C.C. Fürstenhagen, Jahn Kassel, Oberhone und Rossbach. Die Spiele wurden meist sehr hoch gewonnen, so dass 1983 der Entschluss gefasst wurde, die Mannschaft zum offiziellen Spielbetrieb anzumelden.

Mit der damaligen Spielertrainerin Anne Boor gewannen die Frauen schon in der ersten Saison 1983/84 die Meisterschaft in der Kreisliga A, Bezirk Kassel (Gruppe 1). Mit einer Bilanz von 24:0 Punkten und einem hervorragenden Torverhältnis von 107:12 Toren war diese Meisterschaft von Anfang an nie in Gefahr. Auch die Hallenmeisterschaft konnten die Frauen für sich entscheiden. Nach diesem Aufstieg spielten die Frauen in der Bezirksliga Kassel und belegten am Ende der Serie den sechsten Tabellenplatz.

Mit dem Ausscheiden von Anne Boor 1986 bekam die Frauenmannschaft mit Herbert Kreger 1987 einen neuen Trainer.

Frauenmannschaft

Herbert Kreger wurde 1991 von Norbert Stenzel abgelöst. 1993 spielte die Frauenmannschaft, die zu diesem Zeitpunkt schon zehn Jahre bestand, noch immer in der Bezirksliga Kassel, die im Zuge der Klassenreform 1987 in die Bezirksoberliga umbenannt wurde.

In all den Jahren fanden sich die TSG-Frauen am Ende einer Serie zumeist im Mittelfeld der Tabelle wieder, verpassten dann aber zweimal (Saison 1993/94 und 1994/95) den möglichen Aufstieg bei einem dritten Tabellenplatz nur knapp. Das änderte sich am Ende der Saison 1995/96, als die Frauen als Meister der Bezirksoberliga Kassel in die Landesliga Nord aufstiegen. Bereits zu diesem Zeitpunkt war die Frauenmannschaft die klassenhöchste Mannschaft im gesamten Werra-Meißner-Kreis.

Frauenmannschaft

Gleich in der ersten Saison in der Landesliga 1996/97 erreichten die Frauen mit 40 Punkten einen guten vierten Tabellenplatz. Werner Hoche, zunächst als Interimstrainer eingesetzt, hatte das Traineramt übernommen.

Frauenmannschaft

In der Saison 1997/98 erreichten die Frauen den zweiten Tabellenplatz. Da der TSV Villingen als Meister auf den Aufstieg verzichtete, stiegen die Frauen direkt in die höchste hessische Spielklasse, die Oberliga Hessen, auf.

Die Oberligasaison 1998/99 war ein großes Abenteuer. Trotz einiger Siege in der Rückrunde konnte der Abstieg nicht verhindert werden. Am Ende der Serie wurde Werner Hoche durch Anne Boor ersetzt.

Zur Saison 1999/00 wurde erstmals eine zweite Frauenmannschaft gegründet, die jedoch nach zwei Jahren wieder abgemeldet wurde. Nach einer Verletzung von Anne Boor übernahm Wolfgang Wolff vorübergehend das Training.

Am Ende der Saison 1999/00 belegte die Mannschaft erneut den ersten Platz, verzichtete jedoch auf den Aufstieg aus personellen Gründen.

Für die Saison 2000/01 wurde Robert Bokhorst als Trainer verpflichtet und führte die Mannschaft wieder zur Meisterschaft der Landesliga. In der Oberligasaison 2001/02 schlug sich die Mannschaft besser, verzichtete jedoch erneut auf den Klassenerhalt aus strukturellen Gründen.

In den folgenden Jahren (2002–2004) spielte die Mannschaft weiterhin in der Landesliga und belegte unter anderem einen sechsten sowie einen dritten Platz. Nach Differenzen trat Robert Bokhorst zurück, das Training wurde zeitweise selbst organisiert, bevor Otto Lange übernahm.

Frauenmannschaft

In der Saison 2004/05 führte Wolfgang Wolff die Mannschaft zur Meisterschaft der Landesliga Nord. Beim entscheidenden Spiel in Hönebach wurde der Erfolg mit zahlreichen Fans gefeiert.

Frauenmannschaft

In der Oberligasaison 2005/06 erreichte die Mannschaft einen sicheren achten Tabellenplatz. Nach dem Abschied von Wolfgang Wolff wurde das Training zunächst wieder selbst organisiert.

Zur Rückrunde der Saison 2006/07 übernahm Gisbert Wedekind das Training, verließ den Verein jedoch nach kurzer Zeit wieder. Nach verlorener Relegation stieg die Mannschaft erneut ab.

Mit Karl-Martin Weinzierl als neuem Trainer gelang 2007/08 direkt wieder der Aufstieg als Meister der Landesliga Nord. Gleichzeitig wurde zum 25-jährigen Bestehen wieder eine zweite Mannschaft gegründet, die einen dritten Platz belegte.

Frauenmannschaft

In der Oberligasaison 2008/09 erreichte die Erste Frauenmannschaft einen starken siebten Tabellenplatz und übertraf damit alle Erwartungen. Dies ließ auch für die folgenden Jahre auf weiterhin erfolgreichen Fußball hoffen.

Das goldene Zeitalter, die Weinzierl-Ära, hatte begonnen. Mit dem Verbleib in der (Oberliga) neu formierten Hessenliga sollte das historische Jahr 2009 mit einem weiteren großen Erfolg der Vereinsgeschichte gelingen. Im packenden Finale bezwang die TSG Kammerbach den Favoriten TSV Jahn Calden sensationell im Elfmeterschießen – wir waren „Regionalpokalsieger“.

Die TSG vertrat den Werra-Meißner-Kreis auf Hessens höchster Bühne. Trotz starker Spiele gegen Teams wie Eintracht Frankfurt stieg die Mannschaft 2010 wieder ab. In der folgenden Verbandsliga-Saison 2010/11 kämpfte das Team mit personellen Sorgen und befand sich durch den Abgang einiger Leistungsträger (berufliche Wechsel, altersbedingt) das zweite Mal in Aufbruchstimmung.

Die nächsten sechs Jahre waren für die Frauen die sogenannten Fahrstuhl-Jahre – ein Auf und Ab, in dem viele Nehmerqualitäten gefordert waren, aber laut Trainer phasenweise auch „Traumfußball“ gezeigt wurde. Nun stand fest, dass es Zeit war für den großen Generationswechsel.

Die jahrelange hohe Belastung forderte ihren Tribut: Mit einem stark verjüngten Kader, der aus dem eigenen, erfolgreichen B-Mädchen-Nachwuchs gespeist wurde, zog sich das Team 2016 endgültig aus der Landesliga (Verbandsliga) zurück. In der Spielzeit 2016/17 belegte man den 7. Tabellenplatz in der Gruppenliga Nord.

Was es für einen nächsten Paukenschlag bei der TSG geben sollte, wusste zu diesem Zeitpunkt noch keiner: Nach exakt 10 Jahren im Amt verabschiedete sich Trainer Karl-Martin Weinzierl im Sommer 2017. Es war der Abschied einer Legende, die ein Fundament hinterlässt, das er als Trainer, sportlicher Leiter und „Vaterfigur“ maßgeblich geprägt hat.

Als einziger Verein im Kreis stellt die TSG konstant zwei Frauenmannschaften (Gruppenliga und Kreisliga A Kassel) sowie eine florierende Mädchen-Nachwuchsabteilung.

Ein neuer Trainer musste her: Mit Matthias Dehnhardt konnte für die Saison 2017/18 ein Nachfolger gewonnen werden. Nach nur einer Spielzeit musste er aus beruflichen Gründen den Trainerposten jedoch wieder abgeben. Dies war vermutlich die schwierigste Saison, da viele Leistungsträger plötzlich nicht mehr zur Verfügung standen. Umso erfreulicher war es, dass unter diesen Bedingungen der Klassenerhalt erreicht und der Verbleib in der Gruppenliga gesichert werden konnte.

Zu Beginn der neuen Serie 2018/19 übernahm Thomas Eckert das Traineramt und stellte sich der besonderen Aufgabe, auch seine Frau Wenke Eckert und Tochter Laura Eckert zu trainieren.

In der Gruppenliga Nord war die erste Frauenmannschaft seit dem Klassenerhalt 2017/18 immer unter den ersten fünf Plätzen zu finden und klopfte in den letzten drei Jahren kontinuierlich an der Meisterschaft an.

Man belegte in der Saison 2023/24 den 3. Platz und in der Saison 2024/25 den Vizemeistertitel. Dieser gelang durch eine furiose Aufholjagd: Nach einer völlig verkorksten Hinrunde mit empfindlichen Heimniederlagen bewies das junge Team außergewöhnlichen Charakter, überflügelte in der Rückrunde die Konkurrenz, siegte sechsmal in Serie und sicherte sich am Ende verdient die Vizemeisterschaft der Gruppenliga Nord. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass dieser Erfolg ohne die zweite Frauenmannschaft und den starken Unterbau im Mädchenbereich nicht möglich gewesen wäre.

Dass es nun schon 50 Jahre Frauenfußball in Kammerbach gibt, ist der Dank an alle Mädchen, Frauen, Trainer und Betreuer, ohne die es niemals zu dieser „KAMBAS“-Geschichte geworden wäre.

Frauenmannschaft

Wer hätte gedacht, dass sich das Flaggschiff der TSG rechtzeitig zum historischen 50-jährigen Jubiläum des Frauenfußballs in Kammerbach (1976–2026) mit einer absoluten Spitzenleistung am 09.05.2026 zu Hause mit einem starken 7:0 als Meister 2025/26 der Gruppenliga Nord kürt? Hand in Hand – oder Fuß an Fuß – steigt die Mannschaft mit 36 Punkten und einem Torverhältnis von 38:11 nach 10 Jahren Gruppenliga wieder in die Verbandsliga Nord auf.

Frauenmannschaft

Und wir glauben daran, dass es noch viele weitere erfolgreiche Jahre werden!